Seit dem 28. März beherbergt das Tropikarium zudem eine Gruppe Baumhöhlen-Krötenlaubfrösche (Trachycephalus resinifictrix). Die Tiere stammen aus dem NaturZoo Rheine. Ein Männchen und zwei Weibchen teilen sich das Terrarium mit Riesenblattschrecken.
Die Baumhöhlen-Krötenlaubfrösche sind in den Regenwaldregionen Südamerikas beheimatet und benötigen eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit. Für die neue Tiergruppe wurde das Terrarium entsprechend angepasst und mit Moos, einer automatischen Beneblungsanlage, sowie zusätzlichen Versteckmöglichkeiten ausgestattet.
Seit dem 26. März ist zudem eine Gruppe Grauer Steppenlemminge im Nachtzoo eingezogen. Die Tiere stammen aus dem Zoologischen Garten Rostock und bereichern ab sofort den Bestand der nachtaktiven Tierarten.
Die ca. 12 cm großen Grauen Steppenlemminge (Lagurus lagurus) sind überwiegend nachtaktive Nagetiere. Ursprünglich sind sie in den Steppen Zentralasiens beheimatet. Weil sie sich tagsüber kaum zeigen, entfalten die Tiere erst im Nachtzoo ihre ganze Aktivität – in einer speziell angepassten Umgebung können Besucherinnen und Besucher sie dort besonders gut erleben.
Seit dem 25. März bewohnen stark bedrohte Fidschileguane das Tropikarium. Die Reptilien kamen aus dem Tierpark Berlin und zählen zu den besonders farbenprächtigen Bewohnern des Tropikariums.
Fidschileguane (Brachylophus fasciatus) zeichnen sich durch die bläuliche Streifenzeichnung in Kombination mit der kräftigen Grünfärbung aus. Sie stammen ursprünglich von den Fidschi-Inseln. Dort sind sie vor allem durch Lebensraumverlust sowie durch eingeschleppte und verwilderte Tiere bedroht, darunter Hausschweine, Ziegen, Hunde und Katzen.
Mit dem Südlichen Kugelgürteltier (Tolypeutes matacus) ist Ende Februar ein eindrucksvolles Beispiel für die Anpassungsfähigkeit der Natur eingezogen. Der außergewöhnliche Körperbau ist das Ergebnis einer langen evolutionären Entwicklung und vermittelt anschaulich, wie vielfältig und spezialisiert Tierarten auf unterschiedliche Lebensräume reagieren. Bei Gefahr kann es sich vollständig zu einer nahezu perfekten Kugel zusammenrollen und schützt sich so vor Fressfeinden.
Die Art ist in ihren Ursprungsländern in Südamerika mittlerweile potenziell gefährdet und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung im Zoo. Besucherinnen und Besucher können hautnah erleben, wie faszinierend und zugleich schützenswert die Artenvielfalt unseres Planeten ist.
Zu sehen ist der kleine Kerl als Mitbewohner der Lisztaffen in Südamerikahaus – wenn er als überwiegend nachtaktives Tier nicht gerade ein ausgiebiges Schläfchen in einem seiner Verstecke hält.
Seit dem 16. Oktober 2025 sind wieder Esel bei uns eingezogen, genauer eine Gruppe Zwergesel (Eqqus asinus domesticus). Die drei einjährigen Eselstuten stammen aus dem Serengeti-Park Hodenhagen, das neunjährige Männchen aus dem Zoo Heidelberg. Die Eingewöhnung verlief problemlos. Schon kurz nach ihrer Ankunft in Saarbrücken durften die Tiere gemeinsam ihre neue Anlage erkunden und verstanden sich auf Anhieb.
Zwergesel sind ausgeprägte Herdentiere, die sich in Gesellschaft besonders wohl fühlen. Das zeigt sich auch bei der neuen Gruppe im Saarbrücker Zoo: Die Tiere sind meist gemeinsam auf der Anlage unterwegs. Das Männchen ist mit seinem etwas längeren Fell und seiner leicht größeren Statur gut erkennbar. Gemeinsam bilden die vier nun eine lebhafte, harmonische Gruppe, die Besucherinnen und Besucher ab sofort im Saarbrücker Zoo erleben können.
Seit Mitte Juli bewohnen spannende Neuzugänge unser Trokarium: zwei hochbedrohte Mitchells Warane (Varanus mitchelli). Das Echsenpaar sorgt für noch mehr exotisches Flair im Tropenhaus.
Die bis zu 70 cm langen Echsen stammen ursprünglich aus dem Norden Australiens, wo sie sich hauptsächlich in der Nähe von Mangroven, Sümpfen und Gewässern aufhalten. Mitchells Warane gehören zu den am stärksten bedrohten Waranarten. Ihr Bestand ist durch die von Menschen eingeschleppte Aga-Kröte stark zurückgegangen. Die Mitchells Warane fressen diese giftige Kröte und sterben anschließend an deren Gift.
Die Warane haben sich inzwischen gut eingelebt. Anfangs noch sehr scheu, zeigen sie sich immer häufiger den Besucherinnen und Besuchern in ihrem Terrarium. Charakteristisch ist ihr schlanker Körperbau: Von den 60 bis 70 cm Gesamtlänge entfällt ein Großteil auf den Schwanz, der länger ist als der Körper.
Im Afrikahaus ist eine neue Tierart zu sehen - eine Schar Helmperlhühner.
Seit Anfang Juni verfügt der Zoo über einen neuen Brutapparat. Dabei handelt es sich um eine Spende des Fördervereins des Zoos, der „Freunde des Saarbrücker Zoos“. Die feierliche Übergabe fand am 11. Juni 2025 statt.
Die Perlhuhneier waren die ersten, die mithilfe des neuen Brutapparats erfolgreich ausgebrütet wurden. Ende Juni schlüpften die Küken. Noch tragen sie ihr Jugendkleid, doch schon bald wird sich ihr typisches dunkelgraues Gefieder voller weißer Punkte zeigen, das ihnen den Namen „Perl“-huhn eingebracht hat. Künftig teilen sie sich das Gehege mit den Elenantilopen.
Helmperlhühner (Numida meleagris), sowie Hühner im Allgemeinen, zeichnen sich durch eine hohe Intelligenz und Lernfähigkeit aus. Durch gezieltes Training mit einem Glöckchen lernen sie, auf bestimmte akustische Signale zu reagieren. So lassen sie sich später zuverlässig ins Innengehege rufen.
Perlhühner stammen ursprünglich aus Afrika, insbesondere aus der Sahelzone und den Savannengebieten südlich der Sahara. Die Tiere leben in Gruppen, laufen lieber, als dass sie fliegen, und sind bekannt für ihre lauten und durchdringenden Rufe
Am Dienstag, den 03. Juni 2025, traf ein einjähriger männlicher Saruskranich aus dem Zoo Karlsruhe ein. Zwei Wochen später folgte ein 19-jähriges Weibchen aus dem niederländischen „Dierenpark Zie-Zoo“. Beide Tiere wurden im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nach Saarbrücken vermittelt.
Die beiden Saruskraniche haben den Transport gut überstanden und zeigen von Anfang an gegenseitiges Interesse. Sie erkunden gemeinsam ihr Gehege und gewöhnen sich schrittweise aneinander.
Saruskraniche sind gefährdet
Saruskraniche (Grus antigone) sind laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südasien bis nach Nordaustralien. Hauptursachen für den Rückgang ihrer Bestände sind der Verlust geeigneter Lebensräume durch Trockenlegung von Feuchtgebieten, landwirtschaftliche Intensivierung und menschliche Störungen. Auch Kollisionen mit Stromleitungen stellen eine zunehmende Gefahr dar. Mit einer Körpergröße von bis zu 1,80 Metern zählen sie zu den imposantesten Vögeln.
Im Zebragehege gab es Zuwachs: Seit dem 26. Mai 2025 lebt eine fünfjährige Chapman-Zebrastute (Equus quagga chapmani) aus dem Zoo Dresden in Saarbrücken.
Die Eingewöhnung verlief ruhig und erfolgreich. Von Beginn an suchte die neue Stute den Kontakt zur bestehenden Herde. Damit leben nun vier Zebrastuten im Zoo Saarbrücken. Chapman-Zebras sind sehr soziale Tiere und fühlen sich nur in Gesellschaft ihrer Artgenossen wohl.
Chapman-Zebras sind eine Unterart des Steppenzebras. In Teilen ihres natürlichen Verbreitungsgebiets im südlichen Afrika geraten sie durch Lebensraumverlust, Wilderei und Konkurrenz mit Nutztieren unter Druck.










