Zootier des Jahres: Gibbon

Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) hat den Gibbon zum „Zootier des Jahres“ 2019 gewählt.

Sie leben zu zweit und singen gerne – die Gibbons, die auch „kleine Menschenaffen“ genannt werden. 2019 hat die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) den Gibbon zum „Zootier des Jahres“ gewählt.

Was schön klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Gibbons sind vom Aussterben bedroht. Ihre Heimatwälder in Südostasien werden großflächig zerstört, sie werden gejagt und landen auch mal auf dem Speiseteller. „In China sind allein in den vergangenen 20 Jahren zwei Arten für immer verschwunden, vom Menschen vollständig ausgerottet“, sagt Sven Hammer von der ZGAP. „Dieses Schicksal wollen wir den verbleibenden Gibbonarten unbedingt ersparen.“ Durch die Aktion will die ZGAP Gelder sammeln, um Schutzprojekte in den südostasiatischen Ursprungsländern der Gibbons zu unterstützen. „Wir wollen unsere Kräfte bündeln, um möglichst viel bewirken zu können“, sagt Viktoria Michel, Projektkoordinatorin von „Zootier des Jahres“.

Im Saarbrücker Zoo leben derzeit zwei Gibbons und begrüßen die Besucher mit melodischen eindrucksvollen Rufen, die oft als Paar vorgetragen werden. „Unsere Gibbons fühlen sich in ihrem großen Gehege sehr wohl“, berichtet Zoodirektor Richard Francke. In diesem Gehege können sie als Bewohner der Baumwipfel ausgiebig hangeln und klettern. Auf dem Boden geht es zweibeinig weiter, dabei strecken sie die Arme in die Höhe – wegen der Balance. Gibbons leben monogam und können über 30 Jahre alt werden.

Weitere Infos zur Aktion "Zootier des Jahres" finden sie hier: https://zootierdesjahres.de/.